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H2Office Düsseldorf

Das Schiff im Hafen.  

Nach den Plänen des bekannten Hamburger Architekturbüros BRT (Bothe, Richter und Teherani) wurde das H2Office direkt am Wasser gebaut - inspiriert von der in sich ruhenden Eleganz einen Katamarans in voller Fahrt. Damit nimmt das Gebäude inhaltlichen und formalen Bezug auf seine Lage. Es fügt sich klar und transparent in die Umgebung ein, ragt aber deutlich heraus: avantgardistisch, offen, bewegend. Der Architekt Hadi Teherani über die Wirkung des Entwurfs, Herausforderungen und Beweggründe:

 

Interview 

 

Was inspirierte Sie beim Entwurf des H2Office?

Typologisch wollten wir die Wasserlandschaft und den Hafen aufgreifen, dabei gleichzeitig einer Vielzahl von Büroräumen den Ausblick auf das Wasser im Süden erschließen, obwohl die längsten Fronten quer zur Uferlinie verlaufen. Als dritte Zielvorstellung kam hinzu, die architektonische Perlenkette der Uferbebauung städtebaulich zu strukturieren und zu ordnen. Zumal es um zwei Gebäude ging.

Worin sehen Sie die besondere Atmosphäre und das Flair des Gebäudes?

In diesem Entwurf sind die Kufen eines Katamarans mit typischen Schiffsformen auf der Straßenfront ebenso zu finden wie der großformatig gerahmte Blick auf der Wasserseite, der die Zwillings-Baukörper städtebaulich konsequent und geradlinig fasst. Dazu kommt der Reiz, des hochgesetzten Gartendecks, das Innenraum und Außenraum oberhalb der Wasserlinie zusammenschließt.

Wie kann die Dynamik eines Wasserfahrzeugs auf die Statik eines Gebäudes übertragen werden?

Windschnittige Formen sind auch architektonisch möglich, vor allem wenn es um Solitäre geht. In der Reihung kollidiert eine derartig individuelle Dynamik jedoch schnell mit dem Anspruch, auch die Reihe kompositorisch wirken zu lassen. In Duisburg ist beides gelungen, weil die Schiffsmetapher zwar zurückhaltender eingesetzt ist, aber überall spürbar bleibt. Es handelt sich nicht um Wasserfahrzeuge in voller Fahrt, sie sind im Hafen verankert.

Wie spiegelt sich das Konzept im Inneren wieder?

Gerade die innere Disposition ist ganz Schiff. Die Gebäudeflanken sind leicht angeschnitten, es gibt angedeutete Bugspitzen. Diesem Thema folgen die Raumzuschnitte wie die sich verjüngenden Erschließungswege. Dazu das Motiv der „Brücke“ und des Sonnendecks zwischen den beiden Schiffsrümpfen. Wenn man im Inneren auf das im Sonnenlicht funkelnde Wasser blickt, meint man unwillkürlich Schiffsbewegungen zu spüren...